Die kooperative Berufsausbildung und die integrative Berufsausbildung sind Modelle der außerbetrieblichen Ausbildung.
Die kooperative Berufsausbildung hat sich seit Mitte der 90er-Jahre in der Praxis der Benachteiligtenförderung zur Überwindung der zweiten Schwelle (von der Ausbildung in den Beruf) herausgebildet. Bei der kooperativen Berufsausbildung absolvieren die Auszubildenen ihre Ausbildung in sogenannten Kooperationsbetrieben, mittels derer der jeweilige Bildungsträger die Ausbildung gewährleistet. Die betrieblichen Anteile der Ausbildung werden stärker als zuvor in die außerbetriebliche Berufsausbildung integriert oder sogar vollständig in den Betrieb verlagert.
Der Bildungsträger sorgt für die Vorqualifizierung der Auszubildenden in den ersten Monaten der Ausbildung. Daran anschließend absolvieren die Auszubildenen ein Betriebspraktikum, das den Auszubildenden die Möglichkeit der Übernehme in eine betriebliche Ausbildung eröffnet. Nach erfolgter Übernahme unterstützen die Bildungsträger sowohl die Auszubildenden als auch die Kooperationsbetriebe ggfs. bis zum Ende der Ausbildung.
Benachteiligte Jugendliche, die eine kooperative Berufsausbildung durchlaufen und sich damit nicht nur in außerbetrieblichen Bildungseinrichtungen, sondern auch in einem Betrieb für ihren Beruf qualifizieren, werden dabei unterstützt, Wichtiges für Ihr Berufsleben zu lernen: Selbstständigkeit durch die Bewältigung des betrieblichen Alltags, Bereitschaft zur Übernehme von Verantwortung und Motivation, erfolgreiches Durchlaufen und Abschluss der Ausbildung.
siehe auch
► Ausbildung
► Außerbetriebliche Ausbildung
► Integrative Berufsausbildung
► Verzahnte Berufsausbildung