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Lexikon von A bis Z

Grad der Schädigungsfolgen (GdS)

Der Begriff Grad der Schädigungsfolgen (GdS) findet Anwendung im sozialen Entschädigungsrecht und im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Beeinträchtigung eines Menschen wird in diesem Bereich in GdS-Graden angegeben. Im Schwerbehindertenrecht hingegen gilt der Grad der Behinderung (GdB) als Maßstab zur Feststellung einer Schwerbehinderung.

GdS und GdB sind ein Maß für die körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Auswirkungen einer Funktionsbeeinträchtigung aufgrund einer Gesundheitsschädigung. Sie werden nach gleichen Grundsätzen bemessen und haben die Auswirkungen von Funktionsbeeinträchtigungen in allen Lebensbereichen und nicht nur die Einschränkungen im Erwerbsleben zum Inhalt.

Der GdS bezieht sich nur auf Schädigungsfolgen, der GdB hingegen bezieht sich auf alle Gesundheitsstörungen, unabhängig von ihrer Ursache. (Wenn mit dem Grad der Behinderung und dem Grad der Schädigungsfolgen das Maß für
die Beeinträchtigung der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft gemeint ist, wird einheitlich die Abkürzung GdS benutzt.)

Seit das „Gesetz zur Änderung des Bundesversorgungsgesetzes und anderer Vorschriften des Sozialen Entschädigungsrechts“ am 21. Dezember 2007 in Kraft getreten ist, hat der Begriff „Grad der Schädigungsfolgen (GdS)" den Begriff „Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE)" abgelöst.

In der aktuellen Auflage der Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit (AHP) ist diese Begriffsänderung noch nicht enthalten. Die formale Änderung des Begriffs soll aber laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales keine inhaltlichen Folgen für die Betroffenen haben.

Seit dem 01.01.2009 ersetzen die Versorgungsmedizinischen Grundsätze der Versorgungsmedizin-Verordnung die AHP als verfassungskonforme Rechtsgrundlage. Einige Nummern in den AHP entfallen nun, der Rest behält aber auch nach Inkrafttreten der Verordnung Gültigkeit.

 
 

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