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Arbeitsassistenz

Die Arbeitsassistenz ist Teil des Konzeptes der persönlichen Assistenz bei den Verrichtungen des täglichen Lebens und zur Teilhabe am Arbeitsleben und der Gesellschaft. Sie bietet einem Arbeitnehmer mit Behinderung die notwendige Hilfestellung zur Verrichtung seiner beruflichen Tätigkeit.

Ein schwerbehinderter Arbeitnehmer mit erheblichem Unterstützungsbedarf kann sich an seinem Arbeitsplatz durch eine Assistenzkraft unterstützen lassen, wenn weder die behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung, noch eine vom Arbeitgeber bereitgestellte Assistenz ausreichen, um die Ausführung der Arbeit zu ermöglichen.

Die Assistenzkraft hilft bei (dauerhaften und regelmäßigen) Arbeiten, die der schwerbehinderte Arbeitnehmer nicht selbst ausführen kann, wobei sie lediglich Hilfsarbeiten übernimmt. Die Aufgaben, die den Beruf des schwerbehinderten Mitarbeiters ausmachen, müssen durch ihn selbst ausgeführt werden können.

Auftrag für Arbeitsassistenz

Auftraggeber der verschiedenen Dienstleistungen zur persönlichen Assistenz ist der behinderte Mensch selbst (insofern wird die Arbeitsassistenz auch dem Selbstbestimmungsrecht sowie dem Wunsch- und Wahlrecht gerecht (§ 9 SGB IX)).

Der schwerbehinderte Arbeitnehmer stellt entweder die Assistenzkraft selbst ein (Arbeitgebermodell) oder beauftragt einen Anbieter von Assistenzdienstleistungen mit der Arbeitsassistenz (Auftragsmodell).

Assistenzleistungen können sein: ein Fahrdienst zur Arbeit oder Hilfsdienste während der Arbeit.

Rechtsanspruch auf Arbeitsassistenz

Einen Rechtsanspruch auf Arbeitsassistenz gibt es seit Oktober 2000. Sie hat sich seitdem zu einem wichtigen Bestandteil des Behindertenrechts entwickelt, der die Chancengleichheit von Menschen mit Behinderung beim Zugang zum Allgemeinen Arbeitsmarkt verbessert sowie Selbstbestimmung und Teilhabe in Arbeit, Aus- und Weiterbildung fördert.

Der Rechtsanspruch auf Übernahme der Kosten notwendiger Arbeitsassistenz gilt gegenüber allen Rehabilitationsträgern, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbringen (§ 33 SGB IX), sowie gegenüber den Integrationsämtern im Rahmen der Begleitenden Hilfen im Arbeitsleben (§ 102 SGB IX).

Finanzierung der Arbeitsassistenz

Die Arbeitsassistenz wird schwerbehinderten Arbeitnehmern in Form einer Geldleistung gewährt. Oft stellen die Integrationsämter diese als Persönliches Budget zur Verfügung (§ 17 Absatz 1 Nummer 4 und Absatz 2 bis 3 SGB IX).

Die Leistungshöhe bemisst sich dabei anhand des durchschnittlichen täglichen Bedarfs an Arbeitsassistenz. Voraussetzung ist, dass das Arbeitseinkommen und die Kosten der Arbeitsassistenz in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen.

In der Praxis werden Leistungen zur Arbeitsassistenz auch zusammen mit Leistungen an Arbeitgeber zur Abdeckung außergewöhnlicher Belastungen erbracht (§ 27 SchwbAV); dies ermöglicht flexible Formen der Arbeitsassistenz, vor allem bei zeitlich zum Teil nicht genau vorher bestimmbarem Assistenzbedarf am Arbeitsplatz.

Die Rehabilitationsträger können Arbeitsassistenz bis zu drei Jahren finanzieren, wenn nur so ein Arbeitsplatz aufgenommen beziehungsweise erlangt werden kann.

 
 
 

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