Wenn Sie nach dem Ende Ihrer Schulzeit Schwierigkeiten haben, eine Lehrstelle zu finden, können Sie die Wartezeit sinnvoll überbrücken, indem Sie erst einmal ein Betriebspraktikum absolvieren. Mit einem absolvierten Praktikum verbessern Sie Ihre Chancen auf eine Ausbildungsstelle.
Während eines Praktikums können Sie erste Erfahrungen in einem bestimmten Beruf sammeln und sich gleichzeitig als Azubi empfehlen. Unternehmen vergeben gerne Praktikantenstellen, um auf diese Weise geeignete Nachwuchskräfte kennen zu lernen. Jugendliche, die während eines Praktikums ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, bekommen recht häufig von ihrem Arbeitgeber anschließend auch einen Ausbildungsplatz angeboten.
Ein Praktikum soll berufliche Kenntnisse vermitteln und der beruflichen Orientierung dienen. Es hilft betriebliche Abläufe kennen zu lernen und eine Vorstellung von der Arbeit in einem Berufsfeld zu erhalten. Bei einem Praktikum soll das Lernen und nicht die Erbringung von Arbeitsleistungen im Vordergrund stehen. Allerdings ist der Status der PraktikantInnen, anders als bei Auszubildenden nicht eindeutig gesetzlich definiert.
Weitere Hintergrundinformationen rund um das Thema Praktikum (zum Beispiel: Rechte und Pflichten während des Praktikums, Anspruch auf Zahlung einer Vergütung oder Anspruch auf Urlaub) finden Sie auf den Internetseiten des Deutschen Gewerkschaftsbundes.
Praktikumsarten: Es gibt die verschiedensten Arten von Praktika.
Haben Sie sich schon für einen konkreten Beruf entschieden oder wissen Sie noch nicht, in welche berufliche Richtung es überhaupt gehen soll? Ein Betriebspraktikum kann dabei helfen, die richtige Berufswahl zu treffen.
Wenn Sie nach Beendigung der Schule keine Ausbildungsstelle finden, können Sie Ihren Berufsberater bei der örtlichen Agentur für Arbeit ansprechen, ob er Ihnen nicht eine Praktikantenstelle im Rahmen des EQ-Programms vermitteln kann.
Viele Jugendliche sind aufgrund der Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht in der Lage, eine reguläre Berufsausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auszuüben.
Bei den Reha-Teams der Arbeitsagenturen oder einem Ansprechpartner bei einem Integrationsfachdienst können Sie sich über alternative Förder- und Ausbildungsmöglichkeiten beraten lassen, die speziell für behinderte Jugendliche angeboten werden, die auf eine umfassende Betreuung angewiesen sind. Bei diesen berufsfördernden Maßnahmen sind auch häufig Betriebspraktika vorgesehen.
Hierzu zählen:
Im Internet werden zahlreiche Praktikumsbörsen angeboten, wo Sie sich über aktuelle Stellenangebote informieren können.
(na)