REHADAT-Talentplus - Link zur Startseite Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung

Sie sind hier: 

NRW: Integration unternehmen

Förderzeitraum:seit Juni 2008
Zielgruppe:Menschen mit Schwerbehinderung
Förderberechtigte:Integrationsunternehmen
Förderumfang:investive Zuschüsse bis zu max. 20.000 Euro pro neu geschaffenem Arbeitsplatz
Ansprechpartner:Integrationsamt (siehe "Kontakt" in der rechten Spalte)

Beschreibung des Förderprogramms:

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS NRW) fördert mittels des Landesprogramms "Integration unternehmen!" Investitionen zur Schaffung von zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen für Menschen mit einer Behinderung in Integrationsprojekten (Integrationsunternehmen, -betriebe oder -abteilungen). Bestandteil des Programms ist ferner eine professionelle Beratung und Begleitung dieser Aktivitäten. Eine Erstberatung erfolgt für Neugründungen durch die Landesberatungsgesellschaft G.I.B. - Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH in Bottrop.

Bestehende Integrationsprojekte wenden sich zwecks Beratung und Begleitung an die Landschaftsverbände Rheinland bzw. Westfalen-Lippe.

Das Land stellt pro Jahr 2,5 Millionen Euro für die Schaffung von bis zu 250 neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen in Integrationsprojekten zur Verfügung. Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe beteiligen sich mit eigenen Fördermitteln. Die Umsetzung des Programms erfolgt in Kooperation mit den Integrationsämtern der beiden Landschaftsverbände.

Hinweis:

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat mit dem Bundesprogramm „Inklusionsinitiative II – AlleImBetrieb“ (April 2016) ein Programm aufgelegt, das ermöglicht, zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze in bestehenden oder neuen Integrationsprojekten nach § 132 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX) zu schaffen. Insgesamt werden den Bundesländern dazu 150 Mio. Euro aus dem Ausgleichsfonds zur Verfügung gestellt (davon erhält Nordrhein-Westfalen rund 34 Mio. Euro).

 

Förderberechtigte:

Förderberechtigt sind Integrationsunternehmen, -betriebe und -abteilungen im Sinne des § 132 Abs. 1 SGB IX bzw. deren Rechtsträger, soweit sie rechtlich unselbständig sind. Anträge können damit von Sozialen Trägern, privatwirtschaftlichen Unternehmen oder von Kommunen bzw. kommunalen Einrichtungen, die ein Integrationsprojekt im Sinne des § 132 Abs. 1 SGB IX betreiben oder gründen wollen, gestellt werden.

 

Definition Integrationsprojekte:

Integrationsprojekte sind auf Dauer angelegte, rechtlich und wirtschaftlich selbständige Unternehmen oder kommunale Einrichtungen. Neben der wirtschaftlichen Betätigung verfolgen sie einen sozialen Auftrag: mindestens 25 bis in der Regel 50 Prozent der Beschäftigten sind Menschen mit schwerer Behinderung, die hier beschäftigt, qualifiziert oder ausgebildet werden. Integrationsbetriebe und -abteilungen sind rechtlich unselbständige Teile von Unternehmen oder kommunalen Einrichtungen. Auch diese beschäftigen in erheblichem Umfange schwerbehinderte Menschen.

 

Zielgruppe:

Die Zuwendungen aus dem Landesprogramm können gewährt werden zur Einrichtung von zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in Integrationsprojekten für schwerbehinderte Menschen gemäß § 132 SGB IX in Nordrhein-Westfalen.

 

Fördergegenstand:

Gefördert werden

  • Neu- und Erweiterungsbauten,
  • Umbau von Gebäuden, Erneuerung und zusätzlicher Einbau von Installationen, betriebstechnischen Anlagen, Außenanlagen u. ä., die über den Rahmen der Instandsetzung (Substanzerhaltung) hinausgehen,
  • Erwerb von Gebäuden und Gebäudeteilen,
  • Kauf, Leasing oder Miete von Einrichtungsgegenständen, Anlagen, Maschinen und Fahrzeugen.

 

Förderumfang:

  • Investive Förderung

Pro neu geschaffenem Arbeitsplatz eines schwerbehinderten Menschen kann eine Zuwendung von max. 20.000 Euro gewährt werden. Die Förderung ist begrenzt auf max. 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtinvestitionen. Mindestens 20 Prozent der investiven Ausgaben sind als Eigenanteil zu erbringen. Die Bindungsfrist beträgt abhängig von der Art der Investition 5 bzw. 10 Jahre.

  • Personalkostenzuschüsse:

Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen stellt besondere Anforderungen an das Unternehmen. Zum Ausgleich für die Beschäftigung eines besonders hohen Anteils von Menschen mit schweren Behinderungen an der Gesamtbelegschaft werden die Integrationsunternehmen mit einem Minderleistungsausgleich in Höhe von 30 Prozent des Arbeitnehmerbruttolohns und monatlich 210 Euro pro Beschäftigter/m mit schwerer Behinderung unterstützt. Die Integrationsunternehmen können auch Lohnkostenzuschüsse der Arbeitsagenturen und der Jobcenter erhalten, diese werden auf die Leistungen der Integrationsämter angerechnet.

 

Wo gibt es weitere Informationen?

Weitere Informationen zum Landesprogramm "Integration unternehmen!" sowie eine erste Beratung erhalten Interessierte bei der G.I.B. - Gesellschaft für innovative Beschäftigung mbH und den Integrationsämtern der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe (siehe Kontakt in der rechten Spalte), die auch die weitergehende Beratung und Begleitung von Anträgen übernehmen.

 

(Na 10/2016)

 
 

Tastaturkurzbefehle: