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Bayern: Begleiteter Übergang Werkstatt - allgemeiner Arbeitsmarkt (BÜWA)

Förderzeitraum:1. Dezember 2014 bis 30. November 2017
Zielgruppe:WfbM-Beschäftigte
Förderberechtigte:Bayerische Arbeitgeber (auch Integrationsunternehmen), die neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse mit der Zielgruppe abschließen
Förderumfang:Zuschüsse zu dem berücksichtigungsfähigen Arbeitsengelt von bis zu 70 Prozent
Ansprechpartner:Integrationsämter und Agenturen für Arbeit in Bayern (siehe "Kontakt" in der rechten Spalte)

Ziele des Modellprojekts:

  • mehr Menschen mit Behinderung zu motivieren, den Weg aus der WfbM auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu gehen,
  • mehr Arbeitgeber dazu zu bewegen, Werkstattbeschäftigte einzustellen
  • die WfbM bei ihren Bemühungen zur Förderung des Übergangs von Beschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu unterstützen


Teilnehmer:

345 Werkstattbeschäftigte/Teilnehmer - Richtgröße pro Eintrittsjahr: 115 Teilnehmer


Zielgruppen:

Teilnehmer aus dem Berufsbildungsbereich einer WfbM und Beschäftigte aus dem Arbeitsbereich - mit anerkannter Schwerbehinderung oder Gleichstellung durch die Agentur für Arbeit und wesentlicher Behinderung

 

Beteiligte (Kooperationspartner):

  • Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS) – Federführung,
  • Bayerischer Bezirketag
  • Alle sieben Bezirke – Sozialhilfeträger
  • Regionaldirektion Bayern der BA,
  • Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) - Integrationsamt

 

Mitunterzeichner der Kooperationsvereinbarung:

  • LAG:WfbM Bayern,
  • LAG IFD Bayern


Phasen des Modellprojekts:

Vorlauf: Vorbereitungsphase/Orientierung ca. 3 Monate

Modellprojekt gliedert sich in drei Phasen (fließender Übergang):

  1. Vermittlungsqualifizierung - 6 bis 9 Monate
  2. Vertiefte Vermittlung - bis zu 12 Monate, Verlängerung bis zu 6 Monate möglich
  3. Sicherung des sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses - bis zu 6 Monate, Verlängerung möglich

 

Rahmenbedingungen für Förderung:

  • gefördert werden ausschließlich sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, auch in Integrationsunternehmen
  • sie müssen mindestens 15 Wochenstunden umfassen
  • und auf Dauer angelegt sein. Sofern nur ein befristetes Arbeitsverhältnis abgeschlossen wird, muss dieses mindestens auf ein Jahr geschlossen sein.
  • Die Entlohnung muss tariflich oder ortsüblich sein.


Förderung an Arbeitgeber:

Dauer: bei Vorliegen der Voraussetzungen bis zu 5 Jahre

Förderung im 1. Jahr durch die Arbeitsagentur:

bis zu 70% des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgeltes,

die Regionaldirektin Bayern empfiehlt den Arbeitsagenturen und Jobcentern für die Teilnehmer, den individuellen Förderhöchstsatz in Höhe von 70% des zu berücksichtigenden Arbeitsentgelts für die Dauer von 12 Monaten voll auszuschöpfen.

Förderung im 2. und 3. Jahr durch Bezirk und Integrationsamt:

Bezirk und Integrationsamt zahlen den im ersten Jahr festgelegten Betrag analog im Verhältnis 2/7 zu 5/7 bis maximal 70% des berücksichtigungsfähigen Arbeitsentgeltes.

Verlängerung ist im Einzelfall für ein 4. und 5. Jahr möglich.

 

Kooperationsvereinbarung - Rückkehrrecht

  • 5-jährige Rückkehrgarantie in die WfbM, falls das Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beendet wird und die Rückkehr in die WfbM unverzüglich erfolgt.
  • Rückkehr wird garantiert ohne besondere Prüfung im Einzelfall unabhängig vom Grund der Auflösung des Arbeitsverhältnisses für ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsbereiches einer WfbM.

 

Modelprojekt "BÜWA" - Finanzierung

  • während der "Vorbereitungsphase" und den beiden Projektphasen "Vermittlungsqualifizierung" und "Vertiefte Vermittlung" wird der vereinbarte Werkstattsatz in vollem Umfang weiter gezahlt
  • beinhaltet Leistung der Werkstatt gemäß § 136 Abs. 1 Satz 3 SGB IX: "Sie fördert den Übergang geeigneter Personen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt durch geeignete Maßnahmen."

Die Werkstatt ist im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags während beider Projektphasen in die Qualifizierung der Teilnehmer mit eingebunden.

 

(Na 4/2015)

 
 

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