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Hessen: Hessisches Perspektivprogramm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen schwerbehinderter Menschen (HePAS II) - Ausbildungsprämien

Laufzeit:01.01.2017 - 31.12.2019
Zielgruppe:besonders betroffene und weitere schwerbehinderte Menschen (s.u.)
Förderberechtigte:Arbeitgeber in Hessen, die die Zielgruppe betrieblich ausbilden
Förderumfang:Bis zu 7.000 Euro
Antragstellung:beim Integrationsamt (siehe rechte Spalte)

Ziel:
Mit dem Hessischen Arbeitsmarktprogramm HePAS II sollen schwerbehinderte Menschen in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden. Dazu werden verschiedene finanzielle Anreize geboten, unter anderem

Ausbildungsprämien:
Arbeitgeber können eine Ausbildungsprämie in Höhe von bis zu 7.000 Euro erhalten, wenn sie für die Zielgruppe betriebliche Ausbildungsplätze in einem anerkannten Ausbildungsberuf im Rahmen des BBiG anbieten. Dazu gehören auch Ausbildungen nach §§ 66 BBiG bzw. 42 Handwerksordnung (HwO).
Es muss sich dabei um eine Erstausbildung handeln. Das Lebensalter des Auszubildenden spielt keine Rolle.

Für jeden Ausbildungsplatz können gewährt werden:

  • 5.000 Euro Grundprämie
  • 2.000 Euro zusätzlich an privatwirtschaftliche Unternehmen bei nicht bestehender oder erfüllter Beschäftigungspflicht

 

Arbeitgeber, die Abgänger aus einer WfbM, Personen nach einer innerbetrieblichen Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung oder schwerbehinderte Schulabgänger aus Förderschulen im Anschluss an die Beendigung der Schulzeit in ein sozialversicherungspflichtiges Ausbildungsverhältnis einstellen, können eine einmalige Zusatzprämie erhalten.

  • bis zu 1.500 Euro bei Einstellung in Teilzeit
  • bis zu 3.000 Euro bei Einstellung in Vollzeit.

 

Zielgruppen von HePAS II:

  • besonders betroffene schwerbehinderte Menschen nach § 72 Abs. 1 Nr. 1 SGB IX,
  • langzeitarbeitslose schwerbehinderte Menschen,
  • schwerbehinderte Menschen, die Leistungen nach SGB II beziehen,
  • Menschen, die im Anschluss an eine Beschäftigung in einer WfbM oder einer innerbetrieblichen Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung nach § 38a SGB IX in den ersten Arbeitsmarkt wechseln,
  • schwerbehinderte Menschen, die in einem Integrationsprojekt eine Beschäftigung finden,
  • schwerbehinderte Menschen, die das 45. Lebensjahr vollendet haben,
  • schwerbehinderte Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf, die Unterstützung im Sinne des § 109 Abs. 2 und 3 SGB IX bedürfen (z. B. durch einen Integrationsfachdienst) sowie
  • junge Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Anschluss an die Schulzeit zur Aufnahme einer Tätigkeit in dem ersten Arbeitsmarkt.

 

Durch HePAS II sind außerdem förderbar:

  • Freiwillige Praktika im Rahmen der Arbeitssuche und zur Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt mit bis zu 1.000 Euro
  • Sozialversicherungspflichtige Probebeschäftigungen mit 1.000 Euro monatlich über bis zu 6 Monate
  • Maßnahmen zur Heranführung und Begleitung je nach Einzelfall
  • Integrationsabteilungen in privatwirtschaftlichen Unternehmen
  • Sonstige Projekte.

Neben den Ausbildungsprämien werden durch HePAS II auch Leistungen zur Einstellung und Beschäftigung gewährt.

 

HePAS II ist ein gemeinsames Programm des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und des LWV Hessen Integrationsamtes, das in enger Kooperation mit den Jobcentern und der Agentur für Arbeit durchgeführt wird.

(Na 12/2016)

 
 

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