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Zuschüsse zur behinderungsgerechten Ausstattung des Arbeitsplatzes - Leistungen an Arbeitgeber

Behinderungsgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen

Arbeitgeber sind verpflichtet, die Arbeitsplätze für schwerbehinderte und gleichgestellte Mitarbeiter behinderungsgerecht zu gestalten und mit den erforderlichen technischen Arbeitshilfen auszustatten - soweit dies für den Arbeitgeber finanziell und technisch/organisatorisch zumutbar ist.

Ist der Aufwand höher, können Arbeitgeber durch finanzielle Leistungen der Rehabilitationsträger, Arbeitsagenturen und Integrationsämter unterstützt werden.

Was kann gefördert werden?

  • Alle Arbeitsmittel, die für die behinderungsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes notwendig sind (zum Beispiel: Computersysteme für blinde und sehbehinderte Menschen, spezielle Bürostühle, Hebewerkzeuge).
  • Kosten für die Gestaltung des barrierefreien Zugangs zur Arbeitsumgebung (zum Beispiel: Einbau einer Behindertentoilette, Bau von Rampen für Rollstuhlfahrer)
  • Wartungen und Instandhaltungen sowie die Anpassung der Arbeitsmittel an den Stand der Technik
  • Muss der Gebrauch des Technischen Hilfsmittels geschult werden, kann die hierzu notwendige Ausbildung gefördert werden.

Wie hoch kann gefördert werden?

Die Förderhöhe richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles. Sie kann davon abhängen, ob der Arbeitgeber beschäftigungspflichtig ist und in welchem Umfang die Beschäftigungspflicht erfüllt wird. Es können Zuschüsse und/oder Darlehen bis zur vollen Kostenübernahme gewährt werden.

Unter welchen Voraussetzungen wird gefördert?

Je nach persönlichen und versicherungsrechtlichen Voraussetzungen des schwerbehinderten Mitarbeiters können verschiedene Kostenträger in Frage kommen.

Die Arbeitsagentur ist dann der zuständige Kostenträger, wennn noch keine 15 Jahre Sozialversicherungspflicht besteht. Bei mehr als 15 Jahren Sozialversicherungszeit ist der zuständige Kostenträger die Rentenversicherung.

Die Integrationsämter leisten i. d. R.  nachrangig, also immer dann, wenn zum Beispiel die Agentur für Arbeit oder die Rentenversicherung nicht mehr zuständig sind.

Grundsätzlich soll durch die Förderung eine dauerhafte behinderungsgerechte Beschäftigung des schwerbehinderten Mitarbeiters gesichert werden.

Hinweis: Bei den Integrationsämtern und Arbeitsagenturen gibt es technische Beratungs- oder Fachdienste, die nicht nur über die Möglichkeiten der Arbeitsplatzgestaltung und Hilfsmittel beraten, sondern auch über Fördermöglichkeiten informieren. Die Beratungsdienste können klären, ob die Voraussetzungen zur Bewillung von Fördermitteln erfüllt sind.

 

Rechtsgrundlagen:  

  • Förderung durch das Integrationsamt:
    § 26 SchwbAV in Verbindung mit § 102 SGB IX
  •  Förderung durch die Agentur für Arbeit:
    § 46 SGB III
  • Förderung durch die Rehabilitationsträger (hier: Unfallversicherung, Rentenversicherung, Kriegsopferfürsorge und -versorgung)
    § 34 SGB IX


(ku)

Stand: März 2012

Tipp

Nutzen Sie auch die REHADAT-Praxisbeispiele, um sich einen Überblick über gelungene Arbeitsplatzgestaltung und dessen Förderung zu verschaffen. REHADAT bietet auch eine gute Übersicht über Technische Hilfsmittel.
 
 

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